Preise für Semesterbeiträge – Studierende zahlen im Schnitt 6,5 Prozent mehr
Hamburg, 19. Oktober 2026 – An 35 der 40 größten Universitäten Deutschlands steigen die Semesterbeiträge zum Wintersemester 2026/2027. Im Durchschnitt erhöhen sich die Beiträge um 6,5 Prozent von 307,67 Euro auf 327,56 Euro. An zwei Universitäten sinken die Beiträge, an zwei weiteren bleiben sie unverändert. Das geht aus unserer Auswertung hervor, die die Semesterbeiträge an den 40 größten Universitäten Deutschlands für das Wintersemester 2026/2027 verglichen hat.
Uni Göttingen hat den höchsten Semesterbeitrag im Vergleich
Mit einem Semesterbeitrag von 484,18 Euro ist die Georg-August-Universität Göttingen im Wintersemester 2026/2027 die teuerste Hochschule im Vergleich, ein Plus von 47,82 Euro gegenüber dem Vorjahr. Dicht dahinter folgen die Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (472,50 Euro) und die Leibniz Universität Hannover (453,16 Euro). Die Top 5 der teuersten Universitäten komplettieren die Philipps-Universität Marburg (424,80 Euro) – hier sank der Beitrag im Jahresvergleich um 24,20 Euro leicht – sowie die Justus-Liebig-Universität Gießen mit 421,43 Euro. Bei einer Hochschule, dem Karlsruher Institut für Technologie, konnten für den Vorjahreszeitraum keine Zahlen erfasst werden.
Semesterbeiträge der 10 größten deutschen Hochschulen
# | Hochschule | Semesterbeitrag 26/27 |
1 | Georg-August-Universität Göttingen | 484,18 € |
2 | Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig | 472,50 € |
3 | Leibnitz Universität Hannover | 453,16 € |
4 | Philipps-Universität Marburg | 424,80 € |
5 | Justus-Liebig-Universität Gießen | 421,43 € |
6 | Universität Kassel | 409,27 € |
7 | Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main | 408,28 € |
8 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | 403,00 € |
9 | Technische Universität Darmstadt | 402,68 € |
10 | Universität Hamburg | 402,00 € |
Die volle Tabelle findest du im Bild unten.


Bayerische Universitäten bleiben trotz Anstieg am günstigsten
Den geringsten Semesterbeitrag im Vergleich zahlen Studierende weiterhin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Der Betrag steigt zwar um zehn Euro, liegt mit 82 Euro aber nach wie vor bundesweit am niedrigsten. Es folgen die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität München mit jeweils 97 Euro. Die Top 5 der günstigsten Hochschulen werden von der Universität Augsburg (181,95 Euro) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (182,10 Euro) komplettiert; beide liegen damit weiterhin deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 327,56 Euro.
Kiel, Göttingen und Aachen: Hier ziehen die Beiträge am stärksten an
Den mit Abstand größten Sprung im Jahresvergleich verzeichnet die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: Der Semesterbeitrag klettert von 302 auf 403 Euro, ein Plus von 101 Euro bzw. 33,4 Prozent und damit der stärkste Anstieg der gesamten Untersuchung. Auch an der Georg-August-Universität Göttingen (plus 47,82 Euro, bzw. elf Prozent) und der RWTH Aachen (plus 37,14 Euro, bzw. elf Prozent) wird das Studium spürbar teurer. Deutliche Zuwächse gibt es zudem an der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig (plus 32,50 Euro, bzw. 7,4 Prozent) und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (plus 28,70 Euro, bzw. 17,8 Prozent). Nur an zwei Hochschulen sinken die Gebühren: An der Philipps-Universität Marburg (minus 24,20 Euro bzw. 5,4 Prozent) und der Eberhard Karls Universität Tübingen (minus 5,00 Euro bzw. 2,5 Prozent) zahlen Studierende im neuen Wintersemester etwas weniger als im Vorjahr. Unverändert bleiben die Semesterbeiträge hingegen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg mit 190 Euro und der Universität Stuttgart mit 184 Euro.


Kai Töpel, Geschäftsführer von freiheit+, kommentiert die Untersuchung:
„Für Studierende zählt oft jeder Euro. Wenn Semesterbeiträge innerhalb eines Jahres um mehr als 30 Prozent steigen oder je nach Studienort mehrere Hundert Euro auseinanderliegen, macht das für das persönliche Budget einen spürbaren Unterschied. Ein Grund für die Unterschiede ist, dass die Beiträge je nach Hochschule verschiedene Leistungen abdecken, beispielsweise bei der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs. Für Studierende bleibt der Semesterbeitrag aber eine Ausgabe, die gerade zu Beginn des Semesters zusammen mit vielen weiteren Kosten anfällt. Umso wichtiger ist es, dass Bildungschancen nicht von den finanziellen Voraussetzungen abhängen. Mit freiheit+ unterstützen wir Projekte, die den Start in Ausbildung und Beruf leichter machen, zum Beispiel durch die Vermittlung digitaler Kompetenzen für die Arbeitswelt von morgen.“
*Diagramme mithilfe von KI erstellt
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